Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz

Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz
12. Juli 2021 Manuel Strunz

Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz 

Künstliche Intelligenz (KI) ist schon längst ein fester Bestandteil der Lebens- und Arbeitswelt geworden, so findet man sie beispielsweise in Sprachassistenzsystemen wie Siri oder Alexa oder in Call-Centern, wo Roboter Sprache verstehen und Antworten geben oder Roboter, die bei der Personalauswahl für die Bewerberauswahl eingesetzt werden. 

Der Einsatz von KI wird die Arbeitsprofile und Anforderungen für Mitarbeiter weiter nachhaltig verändern. Dabei stellt sich die Frage was der Ausdruck KI genau beschreibt und welche Rolle er in der Arbeitswelt einnimmt. 

Definition KI 

Künstliche Intelligenz ist vereinfacht gesagt ein Versuch, die menschliche Fähigkeit des Lernens und Denkens auf den Computer zu übertragen und ihm damit Intelligenz zu verleihen. Damit soll erreicht werden, dass der Computer eigenständig Antworten finden und selbstständig Probleme lösen kann. Der Begriff lässt sich also in ein Gebiet der Informatik einordnen, bei welchem mittels Algorithmen, also stetig wiederholenden Rechenvorgängen, versucht wird, unter Bezugnahme von Daten verschiedenste Probleme zu lösen. 

Häufig wird bei Definitionsversuchen zwischen starker KI und schwacher KI unterschieden. Dabei beschreibt starke KI eine Maschine, die jedes Problem und Fragen genereller Art lösen kann. Eine solch weit entwickelte Maschine bleibt erstmal noch Fantasie. 

Schwache KI hingegen befindet sich bereits in unserem Alltag. Dies beschreibt oben genannte Algorithmen, welche spezielle Fragen beantworten können, deren Lösungswege sie vorher selbstständig erlernt haben. 

Welche Auswirkung auf hat KI auf die Arbeitswelt? 

All das wird auf die Arbeitswelt, wie wir sie heute kennen, weitreichende Auswirkungen haben. Schon heute sind durch die Digitalisierung und Automatisierung viele Jobs bedroht oder gar abgeschafft, während sich aber gleichzeitig neue Jobprofile generieren. 

Das häufigste Problem besteht darin, dass man sich nicht rechtzeitig auf die Veränderung der Arbeit einstellt und anpasst. Denn die KI ist in vielen Wirtschaftsbereichen bereits angekommen. So werden im Finanzbereich digitale Berater und Apps eingesetzt für die persönliche Finanzplanung, in der Automobilbranche wird im Zusammenhang mit KI das autonome Fahren umgesetzt. In Zukunft werden Geschäftsmodelle immer mehr auf die Methoden der KI zurückgreifen und diese einsetzten. 

Dabei wird davon ausgegangen, dass die neuen Methoden zu höherer Arbeitsproduktivität führt und damit zu höheren Reallöhnen der Beschäftigten. Jedoch sind die Bedingungen nicht in allen Branchen gleich. Neue Berufe werden geschaffen, während andere eher aussterben. Die Tätigkeiten werden sich verändern. 

Umgang mit KI als Herausforderung 

Der Einsatz von KI im eigenen Unternehmen stellt für viele noch eine Herausforderung dar. Vor allem mangelndes Knowhow und fehlendes Verständnis für die Möglichkeiten von KI seitens der Mitarbeiter bremst den Einsatz aus. Auch Datenschutz stellt für viele eine Sorge dar. 

Chance der KI nutzen 

Auch wenn die Nutzung von KI für viele eine Herausforderung darstellt, sollten Unternehmen und deren Beschäftigte, sowie (Solo-)Selbstständige, den Fokus darauf legen die Befähigung zu erhalten den Einsatz von KI und den digitalen Wandel zu gestalten. Denn die KI hat das Potential, strategische Vorteile für Unternehmen zu schaffen. Durch die Automatisierung der alltäglichen Aufgaben, Beseitigung von Fehlern und Abnahme von Routineaufgaben, kann die Arbeit effizienter gestaltet werden. Der Mensch kann dann mehr Zeit und Konzentration für übergeordnete Aufgaben einsetzen. KI kann dazu eingesetzt werden, Risiken durch proaktive Problemlösungen und intelligente Richtlinien zu managen, sodass sich Sicherheitsverletzungen verhindern lassen, bevor sie auftreten. 

Der Einsatz von KI im Betrieb 

Bei dem Einsatz von KI ist es wichtig, dass Transparenz über die Wirkungsweise der KI-Anwendung im Betrieb und eine Stärkung der Aushandlungsprozesse besteht. Um Konflikte bei der Nutzung auszuräumen, müssen die Beschäftigten und dementsprechende Betriebs- und Personalräte auf Augenhöhe über die Zielsetzung und Umsetzung der Technologie mitbestimmen können. Eine Abschätzung der Folgen für die Belastungsprofile oder Qualifizierungsbedarfe sollte präventiv abgeschätzt und darauf entsprechend reagiert werden. 

Dabei muss auch das Erfahrungswissen der Beschäftigten für die Prozessoptimierung genutzt werden und die Umsetzung muss möglichst nutzerfreundlich erleichtert werden. 

Fragen der KI sind komplex und erfordern einen enormen Sachverstand. Im Zusammenhang der Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte legt das Betriebsrätemodernisierungsgesetzes [SD1]daher fest, dass der Betriebsrat künftig ohne weiteres einen Sachverständigen hinzuziehen darf. Des Weiteren wurde festgelegt, dass die Rechte des Betriebsrats bei der Planung von Arbeitsverfahren und -abläufen auch dann gelten, wenn diese Richtlinien ausschließlich oder mit Unterstützung von KI erstellt werden. Dasselbe gilt auch bei der Feststellung von Richtlinie über die personelle Auswahl. Plant der Arbeitgeber im Betrieb KI einzusetzen, muss er den Betriebsrat frühzeitig darüber informieren und ihm alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung stellen. 

Aber auch eine weitergehende oben genannte Transparenz ist empfehlenswert im Einsatz der KI. Diese kann die Ablehnung gegen den Einsatz von KI senken und holt die Arbeitnehmer direkt ab. Auch eventuelle Weiterbildungen sollten angeboten und diskutiert werden. 

Möglichkeiten für Arbeitnehmer 

Der KI-Bereich bietet neue Perspektiven. Um diese nutzen zu können, ist eine stetige Weiterbildung unerlässlich. Der Arbeitsmarkt verändert sich, durch die Möglichkeit auch als Quereinsteiger in Branchen zu starten, eröffnen sich neue Karrieremöglichkeiten und Wettbewerbsbedingungen. Für Arbeitnehmer kann die Übernahme von Routinetätigkeiten entlastend sein, die Produktivität steigern und bei der Priorisierung von Aufgaben helfen. 

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